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NATURSCHUTZVEREIN ZABERFELD e.V.

Gemeinnütziger Verein zum Schutz der Natur in der Gemeinde Zaberfeld und Umgebung

Trockenmauer

Der Bau von Trockenmauern ist eine uralte Tradition, die zu unserem Landschaftsbild gehört und das Erscheinungsbild eines Weinberges prägt. Durch den Erhalt und den Neu- und Wiederaufbau von Trockenmauern tragen wir dazu bei, ein Stück Kulturgut zu erhalten und einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen Lebensraum zu bieten.

Was ist eine Trockenmauer ?

Bei einer Trockenmauer handelt es sich um ein Mauerwerk, bei dem die verwendeten Mauersteine ohne Bindemittel (wie z.B. Mörtel) lose (= trocken) aufeinander gesetzt werden.

Wie wird eine Trockenmauer aufgebaut?

Grundsätzlich gilt:

je höher eine Trockenmauer aufgebaut wird, desto grösser müssen das Fundament und die Hintermauerung dimensioniert werden.
Bei einer Mauerhöhe von 1,50 m gilt:
- Fundamenthöhe mindestens 0,40 m
- Tiefe der Hintermauerung mindestens 1/3 der Mauerhöhe
  (also 0,50 m für die Hintermauerung )

Als Fundamentmaterial für Stützmauern eignet sich Mineral 0/32 , der beim Einbau lagenweise mit dem Vibrationsstampfer verdichtet werden sollte. Die unterste Steinreihe sollte ungefähr zur Hälfte einbinden und mit möglichst starken Steinen gebaut werden. Wichtig ist auch, dass die Ecksteine und die obersten Abschlusssteine nicht zu klein sind. Deshalb ist es ratsam zu Beginn der Mauerarbeiten geeignete Steine für den Mauerabschluss zur Seite zu legen und nicht alle „guten" Steine am Anfang zu „verbraten".

Dabei ist zu beachten, dass die Steine möglichst vollflächig aufeinander liegen. Ebenso müssen die Steine überlappend aufeinander liegen, Kreuzfugen sind weitestgehend zu vermeiden. Die Mauersteine müssen untereinander mit kleineren Steinen verkeilt werden, so dass eine gewisse Spannung entsteht und damit die Stabilität erhöht wird. Bei der Dimensionierung einer Trockenmauer ist entscheidend, welche Funktion sie erfüllen muss. Eine Stützmauer, die den anstehenden Erddruck aufnehmen muss, (wie z.B. am Mittleren Weg ) muss entsprechend solider aufgebaut sein als eine sog. Futtermauer, ( wie z.B. Fischerstück ) die vor gewachsenem Grund steht und „nur" vor Rutschen und Verwitterung, z.B. durch Regen und Frost, schützen soll.

Neben der statischen Aufgabe hat die Hintermauerung auch eine Drainagefunktion. Aufgrund der Anordnung der Hintermauersteine verbleiben Hohlräume, in denen Niederschlags- und Hangwasser abfliessen kann. Somit kann sich keine Staunässe bilden und eine Gefahr durch Frostschäden ist reduziert.

Ist die Trockenmauer hohen Wassermengen ausgesetzt, empfiehlt es sich zusätzlich ein Drainagerohr einzubauen. Dieses muss jedoch unbedingt durch ein Filtervlies vor der Einschwemmung von feinen Bodenteilchen geschützt werden.

Weiterhin muss das Drainagerohr nach vorne mit einem Abzweig versehen sein. Dieser wird in einer Stoßfuge eingelegt und sorgt dafür, dass das im Drainagerohr befindliche Wasser kontrolliert nach vorne abgeführt wird.

 

 

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